Buch: Recht für Grafiker und Webdesigner von Galileo Design

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Wie man sich Selbstständig macht, kann man an vielen Stellen im Internet und in einschlägiger Literatur nachlesen. Meistens fängt es mit einer Idee an, man besorgt sich einen Gewerbeschein und los geht es. Früher war das mal so, heute ist es ähnlich und für die neuen Medien (Internet, Webdesign, Web 2.0 usw.) ist es kompliziert.

Heute muss man einiges beachten, denn es gibt nicht nur Steuern und Abgaben zu zahlen, wenn man wagt, auf eigenen Füßen zu stehen bzw. mit eigener Verantwortung zu arbeiten. Beim Handwerk ist die Sachlage meistens klar: Man besorgt sich Aufträge, erfüllt diese, bekommt sein Geld und das war es. Beim neuem Handwerk als Grafik- und Webdesigner sieht es anders aus. Da fängt es an, was macht man denn? Wie kann man es handelbar machen? Welche Rechte muss ich als Webdesigner einhalten? Was ist denn mein Recht? Fragen die beantwortet werden müssen!

Als Neuling oder mit Halbwissen hat man es schwer, sich Informationen zu beschaffen, was man als Selbstständiger im Grafik und Webdesign-Bereich alles beachten muss. Die Arbeit ist vielfältiger als beim klassischen Handwerker und man muss viel viel mehr beachten, wie schon erwähnt. Das komplizierteste an der Suche für Information ist der grüne Faden, wo und was macht man denn als Webdesigner? Einfach mal eine Webseite für einen Kunden designen und einen Preis aushandeln ist heute nicht so einfach. Für den grünen Faden eignet sich das Buch „Recht für Grafiker und Webdesigner“ von Galileo Design. Kurz gesagt, es ist nicht nur für Einsteiger intersand, sondern auch für den Erfahren.

Das Buch nimmt einen mit auf die Reise – gut, auf eine trockene Reise, und erklärt uns, was man doch alles Wissen und Beachten sollte. Angefangen wird mit dem Urheberrecht – was den Schutz der kreativen Leistung betrifft: Der Schutz der eigenen Werke, Verwendung fremder Inhalte bis zum Markenschutz.

Recht im Internet ist ein wichtiges Thema – nicht nur, um sich gegen Abmahnungen von der Konkurrenz zu schützen: Was muss auf jede Internetseite zu finden sein (z.B. ein Impressum), wer haftet für Schäden im Internet und was muss man bei Werbung (z.B. per eMail) beachten?

Nach den künstlerischen Bereichen kommt das Buch zu den klassischen Themen, die jeder Selbstständige beachten sollte. Angefangen mit dem Vertragsrecht. Gut, der eine bietet was an und der andere möchte es, aber wie regelt man es Vertraglich, wie sieht es mit dem Geld aus, was ich verlangen kann? Man ist ja nicht gerade bei Aldi und kauft alltägliche Waren ein, sondern erledigt als Selbstständiger viele Arten von Leistungen, neben dem klassischen Kaufvertrag. Das Buch erkärt einem, was ist ein Vertrag und wie sollte er aussehen. Braucht man eine eigene AGB und was ist das überhaut? Wie sind die Regelungen die mein Honorar betreffen, was mach ich bei Nichtzahlung des Kunden oder bei Reklamationen von meiner Arbeit?

Weiter geht es mit dem Sozialrecht. Es beschäftigt sich mit der klassischen Frage: „Selbstständig, Scheinselbstständigkeit oder doch Arbeitnehmer?“ Neben der Frage der Krankenkasse, wird auch das Prinzip der Künstlersozialversicherung (KSK) erklärt, was für Grafik- und Webdesigner von Bedeutung ist. Als Selbstständiger hat man in diesem Themengebiet mehr Verantwortung für sich selber, als wenn man Arbeitnehmer ist. Auf alle wichtigen Versicherungsarten wird kurz eingegangen.

Wichtig ist, wann und wie startet meine Selbstständigkeit. Das Buch fängt hier mit dem klassischen Buisnessplan an, geht dann über zum Finanzierungsplan und rundet es mit den Fragen der Existenzgrünung ab. Wichtiger weiter Punkt ist die Unternehmensform. Ist man ein als Einzel-Person-Unternehmer tätig oder brauch man schon eine GmbH? Es wird erklärt, was man bei der Gründung der eigenen Unternehmen beachten muss und wie die Verfahren der Anmeldung ablaufen und was man darf und was nicht.

Ein weiteres klassischen Thema für Selbstständige ist die Frage der Steuern. Wer und was muss gezahlt werden. Was will das Finanzamt, wie sieht die Gewinnermittlung aus, muss man Einkommensteuer zahlen, die Gewerbesteuer, Umsatzsteuer (Vor und Nachteile des Vorsteuerabzugs) und die Abschlagssteuer werden vom Buch behandelt.

Das Buch wird mit Musterverträge, Checklisten und Gesetzestexten abgerundet. Die Musterverträge sind nur als Vorlage zu behandeln und sollten nicht direkt übernommen werden, für eigene Verträge. Die Checklisten sind hilfreich und die Gesetztexten helfen beim Versehen vom Buchinhalt und Themen.

Zusammengefasst: Das Buch ist für alle Interessant, die sich mit dem Gedanken der Selbstständigkeit beschäftigen. Zwar richtet sich das Buch an Grafiker und Webdesigner, ist aber auch für andere Berufs- und Gewerbegruppen interessant, da heute jeder eine Internetseite haben sollte, der eine ernst zunehmende Unternehmung bzw. Selbstständigkeit als Ziel verfolgt.

Gut umgesetzt, ist der sogenannte grüne Faden im Buch, sodass man sich zwar nicht in der tiefe von Themen bewegt, aber einen Ansatz bekommt, womit man sich näher beschäftigen sollte. Auch die Verweise zu weiterer Literatur sind hilfreich. Die Mustervorlagen für Verträge (usw.) sollten nicht 1:1 umgesetzt werden. Bei wichtigen Aufträgen sollte man sich weiterhin rechtlich von einem Fachmann beraten lassen.

Das Buch „Recht für Grafiker und Webdesigner“ ist im Galileo Design Verlag erschienen und kann dort im Online-Shop versandkostenfrei bestellt werden.

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