Deutsche Bahn: Einladung zum Schwarzfahren?

Internet, WirtschaftKommentieren

Ja ich habe mir mal die Bahn für einen Selbsttest vorgenommen. Ich habe mich immer wieder geärgert, dass man nie kontrolliert wird, wenn ich mal mit der Bahn (S und RE) im Raum Köln/Bonn bis Düsseldorf und ganz NRW unterwegs bin.

Bevor ihr jetzt denkt, ich steh voll auf Kontrolle, kann ich euch beruhigen – ich mag keine Kontroll-Freaks. Ausnahme ist, wenn ich mir dauernd eine Fahrkarte für teures Geld kaufen muss, denn ich bin blöderweise ehrlich, wenn ich mit der heißgeliebten Deutsche Bahn fahre. Also vor Antritt der Fahrt kaufe ich mir entweder eine Fahrkarte oder mein Semesterticket reicht für die Fahrt aus. Nur, wer kontrolliert bitte, ob ich auch mein Beförderungsgeld gezahlt habe? Keiner! Ich bin jetzt 50 Fahren mit der Bahn seit Oktober 2007 gefahren und nie wurde ich kontrolliert. Ich habe meine persönliche Strichliste aus Spaß angefangen, aber mit einem solchen Resultat hätte ich nicht gerechnet.

Bevor die Frage aufkommt, ich bin immer Wochentags zwischen 8 bis 20 Uhr mit der Bahn unterwegs gewesen. Also zur Hauptgeschäftszeit. Dann sollten doch Kontrolleure oder auch der altbekannte Schaffner anwesend sein, oder?

Zusätzlich ist mir die Tatsache aufgefallen, wenn sich Bahnkunden ein Ticket – also eine Beförderungserlaubnis – kaufen möchten, sind öfters die Automaten defekt oder die Service-Points nicht besetzt. Da wird mich schon klar, warum eine Bahnstrecke zwischen Köln und Gummersbach unrentabel wird, in Anbetracht voller Zügen, wenn man keine Einnahmen erzielen kann, weil die Automaten nicht in Ordnung sind. Auf anderen Strecken im Rheinland soll es nicht besser sein.

Wenn ich mir jetzt ausrechne, wie viel Geld ich eingespart hätte, wenn ich mir keine Tickets gekauft hätte, da nicht kontrolliert wird, dann komme ich auf die Summer von über 500 Euro. Bedacht werden muss, dass 60% meiner Fahrten über ein Semesterticket abgesichert sind. Diese Fahrten sind in dem genannten Betrag nicht enthalten.

Also liebe Bahn AG, noch bist du ein Staatsunternehmen, lebst von den Steuerzahlern und deren Besitz. Entweder bewegt du langsam deinen Arsch und arbeitest mal anständig, oder schenk mit eine Bahncard 100 und die Sache ist für mich erledigt.

Bevor ich es vergesse, habe nirgendwo Hartmut Mehdorn beschimpft oder negativ über Ihn berichtet.

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Pin on PinterestShare on LinkedInShare on XingShare on TumblrShare on VK

Kommentare:

  1. Apfelknacker sagt:

    Ja, das kenne ich nur zu gut. Fahre jetzt seit 6 Jahren täglich zur Schule (Wieviel sind das? 250 Tage im Jahr?) und wurde in 6 Jahren genau 4 mal kontrolliert!
    Auf 1500 Fahrten kommen 4 Kontrollen.

    Und das mit den Automaten kann ich auch bestätigen, oft kaputt, mal ganz abgesehen davon, dass diese Dinger nie Scheine annehmen. Also sie kommen wieder raus und bis man den mal drin hat ist der Zug schon weg. Ein Ärgerniss.

  2. KRiZZi sagt:

    Wenn du so ein Glüxxkind bist wie ich, erwischen sie dich genau an dem Tag, an dem du MAL KEINS hast. Ich bin auch schon mal von K nordwärts gefahren, und erst kurz vor HH (ich weiss nicht mehr, ob das Lüneburg oder Winsen war) dann auch mal kontrolliert worden.

    Bei kurzen Strecken kann sich das natürlich durchaus rechnen.

  3. Martin sagt:

    Ja genau diese Situation lässt einen nicht schwarzfahren, aber es gibt Strecken, da könnte es sich echt lohnen.

    Besonders die Situation, wenn der Automat an der Haltstelle defekt ist, konnte man früher ohne Probleme ein Ticket beim Schaffner kaufen. Heute, musste erst einmal Einen finden.

  4. Tapedeck sagt:

    In Dortmund ist es genau umgekehrt. Es gibt kaum einen Tag an dem ich nicht kontrolliert werde. Mein absolutes Highlight war 4 x kontrolliert auf 1(!) Heimfahrt!

Trackbacks und Pingbacks:



Copyright unter Creative Commons-Lizenz 2003-2017 by - Theme dimido03 by Server5210
Kontakt | Mediadaten | Sitemap | Impressum

Anmelden