IAA 2013 vor Ort – Von Innovationen bis zur Oldtimer-Schau

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[Vor Ort] Ungerade Jahreszahl bedeutet in der weltweiten Automobilbranche: Es gibt eine IAA in Frankfurt. Die Augen der deutschen Käuferwelt schaut auf die Innovationen, die uns die deutschen Hersteller präsentieren. Problem dabei ist, gibt es innovative Autos auch für den Normalos?

IAA 2013 vor Ort – Von Innovationen bis zur Oldtimer-Schau

Ein Besuch in Frankfurt lohnt sich immer wieder, gibt auch die Buchmesse. Im Gegensatz zur CeBit erreicht man fast allen Messehallen mit trockenen Füßen, wenn es stark regnet, wie bei der diesjährigen IAA. Menschen aus aller Welt, und besonders aus Deutschland, reisen per Bus, Bahn, Flugzeug und selbstverständlich per Auto an.

Meine Person bevorzugte den ICE von Siegburg nach Frankfurt, bei frühzeitiger Vorbestellung und Zugbindung auch echt günstig! Im Gegensatz zur letzten IAA, die meine Erste war, war ich diesmal vorbereitet und habe das innovative Auto für den Normalo gesucht. Vorweg, es gibt es scheinbar nicht!

Weiterhin bedeutet eine Autoschau in Deutschland – große, dicke und dickere Autos, vom Hubraum und Verbrauch her. Seit Ewigkeiten werden uns Käufer innovative Autos mit geringen Spritzverbrauch zu realen Marktpreisen versprochen. Vor zwei Jahren waren schon Autos in dieser Richtung präsentiert worden – z.B von Smart. Beim Händler dann, keine Verfügbarkeit.

BMW i3, Gas-Golf Variant und e-Up

Dieses Jahr präsentierte der Hersteller seinen „smart fortwo electric drive“, welcher nur eine kleine Modellpflege bekam, zum Unterschied vor zwei Jahren. Ein Verkaufsrenner wird das Auto wahrscheinlich bis zur nächsten IAA auch nicht, oder habe ich die letzten zwei Jahre etwas verpasst?

Groß in den Medien war der i3 vom BMW, im Vorfeld der IAA. Ganz gespannt war ich auf dieses Auto mit Elektroantrieb, da erfFertig für den Verkauf ist. Die Produktion ist in Leipzig gestartet und könnte ein Verkaufserfolg werden, bei den vielen BMW-Liebhabern in Deutschland. Der Preis von rund 35.000 Euro sollte den einen oder anderen Käufer aus der Mittelschicht finden. Relativ bequem und komfortabel erscheint er mir, als ich Probe sitzen konnte – er erinnert mich etwas an den Audi A2.

Bei Audi gibt es dieses Jahr ein Auto zu bestaunen, welches angeblich nur 2,5 Liter für 100km benötigt. Dabei besitzt das Showcar einen Antrieb, der maximal 700 PS leisten kann. Leider wird dieses Auto nie in Serie gehen, oder erst in zehn Jahren in ähnlicher Konfiguration.

Bei Volkswagen habe ich mir den neuen Golf Variant angesehen. Interessant ist der Golf Kombi als Bi-Fuel mit Gas-Antrieb. Seit Jahren ist mir Volkswagen mit diesem Antriebskonzept aufgefallen. Auch vom Preis her, sind diese Bi-Fuel-Autos erschwinglich – besonders rentabel für Vielfahrer. In der Fachpresse wird für den neuen Golf Variant mit Gas ein Preis von rund 25.000 Euro spekuliert.

IAA 2013 vor Ort – E-Golf von Volkswagen

Ein weiteres Antriebskonzept bei Volkswagen ist er Elektromotor. Hier präsentierte Volkswagen seinen Kleinsten als VW E-Up. Dieser soll recht flott unterwegs sein, wenn man den schreibenden Kollegen glauben schenkt. Auf der anderen Seite schlägt der Preis von rund 27.000 Euro jeden Kunden in die Flucht, wenn der normale Benziner weniger als die Hälfte kostet. Dazu muss erwähnt werden, das der Strom aus der Steckdose nicht immer Öko ist!

Was mich leider an Volkswagen sehr nervt, ist die Tatsache, dass Volkswagen eigentlich kein Volkswagen mehr ist. Alle Modelle von VW sind eigentlich Fahrzeuge geworden, die den höheren Klassen und Preise anzusiedeln sind. Zwar sind viele Sicherheitstechniken in die Fahrzeuge eingeflossen, aber aus meiner Sicht, könnte es Volkswagen mal mit weniger Kunststoff, Leder und empfindlichem Textil versuchen. Vielleicht auch mal mit weniger unnötiger Technik, so dass man Fensterheber wieder selbst reparieren und defekte Leuchteinheiten von Scheinwerfer von Hand austauschen, kann.

Anscheinend will Volkswagen ein Billigauto bauen – erste Bilder gibt es in den einschlägigen Zeitschriften zu sehen, welches leiser nur für die Schwellenländer vorgesehen ist. Dabei hat Renault sehr großen Erfolg mit ihrer russischen Tochter Dacia.

Als Rheinländer, ist es Pflicht bei Ford auf der IAA vorbeizugehen. Zwar bin ich noch nie mit einem Ford gefahren, geschweige transportiert worden, trotzdem schaute ich bei den Amis aus Köln vorbei. Den Besuch von Ford hätte ich mir sparen können, oder man hätte sich es denken können, dass die Amerikaner das Öko-Auto als Randerscheinung einstufen. Es gibt nur mehr Premium und Luxus bei Ford.

Erstes Zwischenfazit: Kein Öko-Auto für Normalos gefunden – Ende Teil 1

Wenn ich als Basis meinen alten Golf aus dem Jahre 2000 heranziehe, dann muss ich gestehen, dass ich mit meinem Auto sehr zufrieden bin. Unterboden, Fahrwerk und Technik sind in Ordnung und brauche vor dem Tüv keine Angst haben. Jedes neue Auto ist zwar im Verbrauch der Herstellerangabe erheblich günstiger als mein Golf mit 6 bis 7 Liter Super auf 100km, aber dafür muss ich keine große finanzielle Hürde nehmen. Zwar würde ein neuer Golf bei rund 15.000 Euro anfangen, aber ein innovatives Auto kostet locker mehr als das Doppelte, als der normale Benziner vom gleichen Typ.

Als Alternative zum Neuwagen gibt es die klassischen Gebrauchtwagen. Auch Reimporte von erwähnten Herstellern sind interessant, wenn man auf Ausstattung und Preis schaut. Im Internet gibt es sehr viele Angebote, wobei man auf einige Tipps zum Autokauf im Internet achten sollte, da nicht alles Seriös erscheint, wenn der Preis günstig ist.

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