Kolumne: Was wäre ein Blog ohne Blogger?

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Diese interessante Frage stellt Andreas auf seinem Blog majeres – „Was wäre ein Blog ohne Blogger?“

Mhm… diese Frage könnte man kurz oder langatmig beantworten! Kurz gesagt, dass Internet hätte keine persönliche Note mehr und würde nur für den Informationsaustausch genutzt.

Nun die Lange: Blogs sind vielmehr als nur „Ich schreib mal meine Gedanken auf und stelle diese in Netz“ Nein, Blogs sind ein Abbild von Persönlichkeiten und Meinungen von Einer, bis unendlich vielen Personen. Am Ende entstehen neue Meinungen – bis hin zur Aufklärung.

Klar, es gibt viele Möglichkeiten seine Meinung im Internet zu dokumentieren – nehmen wir die vielen Kommentarfunktionen und -Ecken von altbekannten Internetseiten und Portalen – Spiegel, Focus Online, Heise usw.. Vergleicht man den Diskussionsstil, der in den genannten Seiten geführt wird, mit Blogs, merkt man schnell das dort keine ordentliche Diskussion enstehen kann, da ich nichts über die Autoren erfahren kann, wer er ist. Vielmehr kommen mir diese Diskussions-Ecken im Internet so vor, wie die neuen Stammtische unserer heutigen Zeit, der ewig Gestiegen oder beschränkten Mitmenschen. Da werden einfach Meinungen – ohne viel Sachverstand, vertreten bis hin zur Verleumdung und Missachtung von einfachsten Grundregel des Zusammenlebens. Vielleicht ist es der heutige Pöbel?

Kann ich nicht beantworten! Viel mehr sind diese Diskussionen so „scheiße“, weil sich viele Kommentatoren der Anonymität sicher sind – da kann man mal die Sau rauslassen und eine runde Jagen, wie man es mit einer Bevölkerungsgruppe getan hat, in unseren dunklen Zeiten der deutschen Geschichte.

Kommen wir zur Beantworten der Frage zurück: Ein Blog ohne Blogger ist ein statische, trockene Seite – ohne Persönlichkeit. Auch ein Blog mit voll trockener Fachsimpelei ist immer noch mit Charm, da ich über den Autoren mir ein Bild machen kann, wenn ich den Blog durchlese oder längere Zeit verfolge. Viel mehr noch, hinter jedem Kommentar kann ich – wenn er es angibt, den Autoren auch zur Rechenschaft ziehen, da er seine Anschrift im Blog hinterlassen muss, da dies der Gesetzgeber fordert.

Ein Beispiel: Sagt Blogger A „Soldaten sind Kriegsverbrecher“ und er wiederholt es in jedem anderen Blog und macht auch richtig Stimmung, dass es zur Verleumdung kommt, kann der Leser oder Blogger den Autoren zur Rechenschaft ziehen, da er in seinem Blog seine Adresse hinterlassen muss.

Praktisch ist jeder Autor für seine Kommentare verantwortlich und kann im schlimmsten Fall dafür auch zur Rechenschaft gezogen werden. Dies gibt Blogs den gewissen Charm für mich, denn hinter jedem Autoren und Kommentatoren ist ein Person. Gleichzeitig kann ich vielleicht verstehen lernen, warum der Blogger eine Meinung verfasst, die ich gegebenfalls nicht teile.

Kurze Antwort B: Hinter jedem Blog steckt zumindest ein Mensch 😉

P.S.: Ich hoffe Andreas – ich habe deine Frage beantwortet!

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Kommentare:

  1. Ecki sagt:

    Ich habe Andreas seinen beitrag auch eben gelesen. Sehr schön geschrieben. bei deinem Beitrag hätte ein Satz gereicht lol

    „Hinter jedem Blog steckt zumindest ein Mensch“

    Aber ich muss sagen auch dein Artikel gefällt mir sehr gut!

    Liebe Grüße der Ecki

  2. Horst Schulte sagt:

    Genau Martin. Der Mensch macht’s. Persönlich lese ich deshalb auch lieber ins Blogs als in irgendwelchen großen Websites.

  3. Andreas sagt:

    Das ist eine sehr schöne Antwort Martin!

    Besonders gut gefällt mir deine Aussage, daß bei einem Blog ein Mensch mit seiner Persönlichkeit dahintersteht. Besser hätte man es nicht ausdrücken können.
    Wer ein Blog regelmässig liest, lernt unweigerlich auch den Menschen dahinter ein Stück weit kennen.

    Die angesprochenen Jagden hatte ich leider auch schon in meinem Blog, aber dem kann man, Gott sei Dank, über eine IP Sperre einen Riegel vorschieben.

    Beste Grüße
    Andreas

  4. Gerd sagt:

    Auch von mir ein Lob für Deinen Artikel. Bei mir ist es mittlerweile so, das ich in den Genuss komme einige meiner Blogger persönlich (also in der analogen Welt) kennen gelernt zu haben. Auch das schafft ein Blog.

    Viele Grüße – Gerd

  5. Martina sagt:

    viele Kommentatoren der Anonymität sicher sind – da kann man mal die Sau rauslassen

    Ja, just vor 30 Minuten habe ich auch das erste Mal soch ein Kommentar gelesen, wen es interessiert/comment 2:

    http://blog.nz-online.de/senf/2008/12/28/haben-sie-angst-vor-2009/#comments
    —————————————————————–

    Ansonsten habe ich meine Meinung zur Thematik schon bei Andreas hinterlassen (-:

    Deine Gedankengänge finde ich auch sehr interessant. Vor allem die Erkenntniss, das hinter jedem Blog ein realer Mensch steht!

    In diesem Sinne, die Martina

  6. Andreas sagt:

    @Martina: Der von dir verlinkte Kommentar ist wirklich derb. Der hatte sein Hirn bestimmt auf der Couch vergessen…

  7. Andrea sagt:

    Schöner Beitrag! und ja, das Internet während wesentlich langweiliger ohne Blogs, obwohl es ja immer noch Leute gibt, die nicht wissen, was ein Weblog ist 😉 Kann man das als Blogger verstehen? nein.

    und Trolls gibts halt überall, wie auch im „richtigen“ Leben.

  8. Richard sagt:

    Jo der Typ mit dem derben Beitrag hat wohl wirklich sein Hirn vergessen. Nun denn zurück zum eigentlichen Thema:

    Es ist wirklich so, dass man heutzutage, und das freut mich auch, immer mehr Blogs in den verschiedensten Bereichen vorfindet. Erst vorgestern eine Dokumentation auf N24 gesehen, worin es darum ging, dass amerikanische Soldaten aus dem Irak beinahe Live bloggen, vieles mit der Helm-Kamera aufnehmen und nicht einfach Kommentarlos ins Internet stellen, so wie es verdammt viele Nachrichten-Agenturen machen.

    Wie Martin geschrieben hat, steckt wirklich meistens ein Mensch mit Verstand hinter solchen Beiträgen. Typen ohne dessen, wären wohl kaum in der Lage fachgerechte Artikel zu veröffentlichen, welche auch von der Allgemeinheit gelesen und entsprechend so angenommen werden.

    Foren sind auch etwas ähnliches, jedoch denke ich, dass in denen eher abseits, wenn überhaupt diskutiert wird. Vielmehr dienen diese als „Clan-Homepages“ von irgendwelchen Gruppen, welche es als nötig erachtet, da ja in den Spielen, in denen Sie spielen doch viele ebenso eine Seite haben – Aber vielmehr ein anderes Thema 😉

    PS: Ein frohes neues an alle Mitleser und Blogger

  9. RK sagt:

    Schöner Artikel echt gut geschrieben.

    p.s die Impressumspflicht gilt nicht für Privatpersonen sonder nur für Unternemungen.

  10. Martin sagt:

    @RK: Die Impressumspflicht gilt für jede Art von selbstständigen Internetseiten. Darüber wurde schon oft Diskutiert und Abgemahnt!

  11. Nila sagt:

    Großes Lob an den Artikel. Habe ich auch schon bei Andreas gelassen.
    Und weil Blogs so persönlich gehalten werden, liest man sie auch immer wieder gerne.
    @RK: Impressumpflicht gilt für JEDEN

  12. Winnegirl sagt:

    Gerade heute ist dazu etwas interessantes zu lesen. Robert Basic von Basic Thinking will seinen großartigen Blog verkaufen. Doch was wäre BT ohne den Menschen Rober Basic?

    Das Bloggen ist eine sehr persönliche Angelegenheit und wird es mit ernster Absicht betrieben ist es auch stark vom Charakter des Autors geprägt. Diese Persönlichkeit findet sich am stärksten in der Schreibe wieder und genau das gefällt mir besser als das oft deskriptive journalistische Geschreibe.

    Ich blogge selbst gern und in meinem Fall am liebsten über das Essen.

    Viele Grüße Winnegirl

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