Nextcloud Box – Eine eigene Cloud für Zuhause

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Vor einer Woche stellte Nextcloud seine erste Hardware vor. Mit der „Nextcloud Box“ soll jeder mit einfachen Mitteln in der Lage versetzt werden, seine eigene Cloud mit eigener Hardware zu realisieren. Zusätzlich zur Box benötigt man ein Raspberry Pi 2, eine Festplatte mit 1TB ist bei der Box dabei. Eine weitere Festplatte kann eingebaut werden.

Nextcloud Box

Im Rahmen der Nextcloud-Konferenz in Berlin, letzte Woche, wurde die „Nextcloud Box“ vorgestellt, die im Rahmen einer Zusammenarbeit von Canonical und der Western Digital-Tochter WDLabs entwickelt wurde. Die Box für rund 70 Euro beinhaltet eine Festplatte von Western Digital, die extra für Raspberry Pi Mini-Computer entwickelt wurde.

Zwar besitzt die PiDrive ein USB 3.0 Interface und kann direkt am USB-Anschluss angesteckt werden, aber die aktuellen Mini-Computer Raspberry Pi 2 und Raspberry Pi 3 unterstützen nur USB 2.0. Weiter gehört zum Lieferumfang der „Nextcloud Box“ eine SD-Karte mit Snappy Ubuntu Core.

Nextcloud Box - offenes Gehäuse

Die angepasste Variante von Ubuntu in Verbindung mit dem Paketformat Snap kann die ebenso angepasste Software von Nextcloud als Snap ausführen. Neben dieser steht auch ein in Videochat-System und das Online-Office Collabora zur Verfügung.

Interessant für nicht ganz Softwareversierte: Die Ubuntu-Software auf der „Nextcloud-Box“ soll sich selbstständig aktuell halten, sodass diese wartungsfrei sei und keine weitere Administration von Seiten der Besitzer notwendig werde. Die Erstinstallation soll einfach sein und mit dem ersten Boot von der SD-Karte in wenigen Schritten erfolgen.

Nextcloud Box - technischer Aufbau

Laut Nextcloud soll sich die „Nextcloud-Box“ mit einem 2A-Netzteil betreiben lassen, damit ist das Gerät sparsamer als viele NAS-Lösungen am Markt. Eine weitere PiDrive hat auch noch Platz im Gehäuse der „Nextcloud-Box“. Dann benötigt die Box ein größeres Netzteil von über 2A. Frage ich mich, wo der Platz für eine zweite PiDrive sein soll?

Die „Nextcloud-Box“ soll ab der zweiten Oktober-Woche verfügbar sein und kostet rund 70 Euro. Zusätzlich muss ein Raspberry Pi 2 eingebaut werden, welcher rund 35 bis 40 Euro kostet. Aktuell kostet eine zusätzliche PiDrive mit 1TB rund 75 Euro.

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Kommentare:

  1. Schroeffu sagt:

    Hahaha, das Ding soll sich selbst aktualisieren? Wie geil 😀 Ich meine, nicht mal ein Admin bekommt Owncloud bzw. Nextcloud in unter 15 Minuten fummelarbeit-Aufwand aktualisiert. Aber gut, wenn sie endlich den Update-Mechanimus das verbessern 😉

  2. MM sagt:

    Hattest du das Gerät selber schon in der Hand? Normalerweise ist der RPI ja relativ schmarlbrüstig wegen I/O und RAM. Macht das damit wirklich Sinn da mit LAMP eine multiuser site zu betreiben? Ich hätte eher an was größeres wie Banana Pi gedacht?

  3. Martin sagt:

    Nein, die Box habe ich leider nicht in Berlin vor Ort bekommen. War auch nur einen Tag dort.

    Deswegen habe ich mich bisher damit begnügt, mir selbst einen Testaufbau mit einen Pi2 und einer PiDrive 314GB. Darauf dann die „Software“ installiert.

    Anderseits kannst du dir wahrscheinlich selbst einen Testaufbau mit alter Computer-Hardware bauen und die „Software“ ausprobieren.

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