Telefonwerbung des Heise Verlags für Zeitungs-Abos

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Es ist zwar paar Tage schon her, dass mich der Heise Verlag mit Werbung am Telefon nervte, aber ich muss es einfach loswerden, denn es ist schon komisch, wie der Verlag um neue Abo-Kunden buhlt, wie die bekannten Telefonfirmen, wovor uns der Heise Verlag immer wieder gerne warnt, im Magazinen und Fernsehen.

Es klingelte einfach mal mein Handy. Freundlicher Weise gab es  Rufnummer-Übertragung und ich ging dran. Alles recht freundlich und man fragte nach, ob ich mit dem Probeabo der C’t, was ich für 4 Ausgaben hatte, zufrieden war. Ob sie mir den gefallen hat, die C’t? Da hab ich ihnen dann mal meine „fachliche“ Meinung mitgeteilt. Nun ja, den Bibelstatus von vor 10 Jahren, hat die C’t schon lange nicht mehr.

Nach fachlicher Auseinandersetzung, bot man mir ein super günstiges Abo der C’t an, für gerade 2 Euro pro Ausgabe. Ich bat dann, als meine Nachfragen unbefriedigend beantwortet wurden, dass sie mir doch das Abo-Angebot per eMail zukommen lassen könnten. Nein das ginge nicht, ich müsste mich jetzt schon am Telefon entscheiden, denn die eMail wäre dann die Auftragsbestätigung!

Nach paar Sekunden, ich dachte ich hätte mich verhört, ich erinnerte mich an „Vorsicht Kunde!“ und sonstige Warnungen, die uns der Heise Verlag in seinen Publikationen von so manchen dreisten Telefongesellschaften berichteten, musste ich doch nachfragen, ob ich richtig verstanden hatte. Ja, ich hatte richtig verstanden, auf der anderen Seite der Telefonleitungen war der Heise Verlag, der mir ein Abo aufschwatzen wollte, sodass ich mich über den Verlag wunderte und so meine langjährige, gutgläubige Erfahrungen mit dem Heise Verlag in Frage stelle.

Wir diskutierten, warum man mir das Angebot denn nicht per eMail macht und ich mir erstmal die AGBs von dem Vertrag durchlesen kann, die mir der Verlag bei Abschluss den Abos auferlegt. Nein, es ginge nicht so, da es einen kostenintensiven Verwaltungsaufwand bedeuten würde. Sorry, jetzt kann ich nur noch lachen. Der Heise Verlag betrieb als einer der ersten, eine deutschsprachigen Internetseite und dann haben die kein fortschrittliches Abo-Verwaltungsprogramm???? Ich beendete dann das Gespräch, da ich mich sehr „verarscht“ vorkam.

Lieber Heise Verlag, wenn Ihr nochmals vor Bauernfängerei und Vertragsabschluss am Telefon warnt, werde ich eure Glaubwürdigkeit als Verlag nur noch in Zweifel ziehen können! Auf der einen Seite publizistisch vor Abzockern warnen und auf der anderen Seite selber Einer sein – sehr sehr Glaubwürdig!?!

P.S. Ein befreundeter Mitblogger meinte, als ich hiervon erzählte, dass er nur noch Fake-Telefonnummern angibt. Naja, dachte ich, wenn man schon vom Heise Verlag über Tisch gezogen werden kann, kann ich meinen Mitblogger nur beiflichten 😉 .

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Kommentare:

  1. LuNeX sagt:

    Verstehe ich richtig: Du läßt dir 4 ct-Ausgaben kostenlos schicken und regst dich dann wegen einer Nachfrage auf?

    Nebenbei, ich hatte diesen Anruf auch nach einem Probeabo mit 6 Ausgaben. Selbst als ich sagte, ich könne es auch nicht für 2€ aus finanziellen Gründen, blieb der Herr freundlich. Weitere Anrufe hat es danach auch nicht mehr gegeben.

    Da ich meine Telefon-Nummer schon bei der Bestellung angeben mußte, wie bei dir sicher auch, und ich die Hefte kostenlos erhalten habe, finde ich die Nachfrage legitim.

  2. Martin sagt:

    @LuNeX: Nein die Nachfrage ist doch okay, darüber rege ich mich nicht auf, oder steht das im meinem Beitrag? (kann ja sein, das ich mich unverständlich ausdrücke) Ich finde die Sachlage mit dem Vertragsabschluss am Telefon sehr negativ, so als Bedingung!

  3. LuNeX sagt:

    Meines Wissens (ich bin aber kein Jurist) ist ein Vertrag am Telefon nicht verbindlich. Die Beweislage wäre ja auch, außer bei einem Mitschnitt, dem man aber vorher explizit hätte zustimmen müssen, nicht gegeben.

  4. KRiZZi sagt:

    Tja, die Bandagen werden härter. Weißt ja wahrscheinlich, dass ich mal in nem Callcenter gearbeitet hab, auch total seriös (incl. TV-Werbung und so). Was glaubst du, was da für Methoden an den Tag gelegt werden?

    Da find ich das, was du da beim Heise-Verlag beschreibst, eher völlig harmlos^^

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