Vom Eindruck kopiert zu werden von anderen Bloggern

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Seit drei Jahren bin ich nun Blogger. Habe einige Veränderungen in der Szene miterleben dürfen, besonders die aggressive Überflutung von selbsternannten SEOlern und die Meinenden, man könnte mit Blogs viel Geld verdienen.

Eine weiter Veränderung in der Szene sind die Blogger, oder „Möchtegern Blogger“, die gerne andere Blogs im Inhalt kopieren und so tuhen, als wäre ihnen der Einfall mal kurz in den Gedanken gekommen. Sicherlich es gibt Themen (Asus EeePC, einen Uri Geller usw.), die bekommt man massenhaft vorgekaut von anderen Bloggern. Aber manchmal bekommt man doch den Eindruck, wieso schreibt ein Blogger ausgerechnet über das Thema oder Ereignis, worüber du erst vor Stunden oder Gestern geschrieben hast? Besonders die jüngeren Blogger sind mir mit diesem Phänomen aufgefallen, abgesehen von den erwähnten SEOlern. Wahrscheinlich ist es die Art des Schulhofes, wo man mal schnell CDs, DVDs oder Musik untereinander tauscht und kopiert. Wenn man dann mit diesen Bloggern versucht zu diskutieren, merkt man schnell, dass sie keine Ahnung haben, wovon diese Blogger schreiben

In diesem Zusammenhang fällt mir auf, dass Verlinkungen wie via Blogger A oder bei Blog B gefunden immer seltener werden und so den eigentlichen Stil von Blogs zerstören. Auch ist damit eine Diskussion nicht mehr möglich, oder eher weniger, als wenn man den Ursprungs-Blogger erwähnt. Denn der Ursprungs-Blogger hat sicher einen Gedanken oder einen bestimmten Grund, warum er dieses Thema auf seinem Blog anspricht und veröffentlicht.

Es denken sicher einige Blogger: „Mensch Martin, mach daraus keinen Wind, macht doch jeder!“ Wo ist dann bitte die Grenze?

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Kommentare:

  1. rtauchnitz sagt:

    Ist mir auch schon aufgefallen. Da schreibt man über ein Thema, was eigentlich noch nicht wirklich präsent ist in der Blogosphäre und dann schreibt ein anderer Blog, von dem ich genau weiß, das dessen Autor meinen Blog liest ein paar Stunden später über das Gleiche. Natürlich ohne „via…“. Das sind dann meist die Gleichen, die auch über jeden Hype bloggen nur um die Besucher von Google zu bekommen.
    Kann man wohl nichts machen…

  2. Freetagger sagt:

    Ist sicherlich jeden schon aufgefallen, ich habe da auch meine Kandidaten
    Man du hast deinen PR wieder und ich warte schon mehr als 8 Wochen auf den grünen Balken, vielleicht sollte ich nochmal Anfragen?

  3. Martin sagt:

    Vier von meinen Kandiaten stehen in deiner Blogrolle!

    P.S. Lieber keinen PR haben und in den Suchergebnissen stehen 😉

  4. Thomas sagt:

    Das von Dir angesprohene „Kopier-Klientel“ wird sich von der Blogosphäre nicht abspalten lassen. Damit wird man leben müssen, ob man das mag oder auch nicht. Was den ganzen A-Boller und B-Blogger Mist betrifft, so habe ich das Ganze sowieso noch nie verstanden.

    Wer urteilt denn, wann ein Blog „A“ ist oder wann „B“? Das sind einige selbsternannte Richter in der Bloggerszene, die sich einfach dieses Recht herausnehmen. Ich persönlich bin der Ansicht, dass zunächst alles Blogs sind, ob A oder B spielt da keine Rolle. Eine Klassifizierung bedarf es m.E. nicht wirklich. Der eine kann es besser und der andere nicht so gut. Aber von beiden ist es ein Hobby. Das wird leider oft vergessen.

    Mensch Martin, mach daraus keinen Wind, macht doch jeder!

    Würde ich so nicht sehen Martin. Ein Blog ist letztlich auch dafür da, seine Meinung zu sagen. Eine Meinung, die deshalb noch lange nicht alle teilen müssen. Aber ein Recht zu meckern, weil Du Deine Ansichten „zu Papier“ bringst, hat eigentlich keiner.

  5. Anki82 sagt:

    Hallo,

    ich finde das eine wirklich interessante These und gebe Dir auch recht mit dem was Du sagst. Aber was wäre ein Kommentar ohne ein „aber“.

    Ich denke das das Kopieren (ich schließe mich da gar nicht aus)eines bestimmten Themas damit zu begründen ist, dass die meisten Blogger nun mal keine Journalisten sind und oft der Zugang zu den wirklich „hot news“ nicht gegeben ist. Wer es geschafft hat, sich einen Namen im world wide web zu erarbeiten, wird automatisch zu den großen Veranstaltungen eingeladen oder erhält viel eher die Chance mit den „guys in der Szene“ zu sprechen – klar dass das interessanter ist, als meine Geschichten vom Wochenende (nicht in jedem Fall, aber vielleicht tendenziell).

    Ich sehe das Medium Blog vor allem als ein Tool, um eine persönliche Meinung über etwas zu bilden und zu diskutieren sowie die Chance Informationen breit flächig zu verbreiten – angereichert mit der individuellen Interpretation.

    Was ich wirklich nervig finde, ist das gegenseitige Zerfleischen von Bloggern untereinander. Oft ist mir völlig unklar, warum da so viele aggressive Kommentare geschrieben werden müssen und nicht wirklich sachlich über etwas diskutiert werden kann – so viel Kritik in einem ohnehin schon sehr Konkurrenz orientiertem business…wo bleibt da denn bitte der Spaß?

  6. Martin sagt:

    …oft der Zugang zu den wirklich “hot news” nicht gegeben ist. Wer es geschafft hat, sich einen Namen im world wide web zu erarbeiten, wird automatisch zu den großen Veranstaltungen eingeladen oder erhält viel eher die Chance mit den “guys in der Szene” zu sprechen…

    Da gebe ich dir völlig recht und es ist für mehr als 99% der Blogger schwer, Informationen aus 1. Hand zu bekommen. Man betrachte die Entwicklung die alleine Robert Basic gemacht hat, in den letzten Jahren. An meiner Stelle, habe durch die CeBIT zum ersten Mal Wissen aus 1.Hand bekommen. Dies ist Soviel, dass ich damit für Wochen Themen habe, für diesen – also meinen – Blog.

    Für mich ist Wichtig – wahrscheinlich ist auch mein Studium schuld – dass man immer angibt, wo man sein Wissen herbekommt, also man sollte die Quelle nennen. Was auch ein Abbild des Autors ist und dessen Charakter. Gut, ein Punkt wo man sich lange streiten kann und auch Geschmacksache ist. Zusätzlich sehe ich in diesem Punkt den Unterschied zw. Journalisten und Blogger. Wie oft frage ich mich, wo hat der Journalist nur sein Wissen her?

    …gegenseitige Zerfleischen von Bloggern untereinander. Oft ist mir völlig unklar, warum da so viele aggressive Kommentare geschrieben werden müssen…

    Diesen Verhalten habe ich auch noch nie Verstanden. Okay, man kann sich mal heftig streiten, auch in Kommentaren, aber am nächsten Tag sollte man sich wieder in die „Augen“ schauen können. Warum einige Kommentatoren zu persönlichen Angriffen greifen, verstehe ich nur als fehlende „Kinderstube“. Mein Handeln mit solchen Kommentatoren und Blogger – reines Ignorieren und gegef. auch das „Löschen“ seiner Kommentare.

  7. Thomas sagt:

    @Anki82, @Martin:
    Das Zerfleischen oder auch verbales Zerlegen eines anderen Bloggers hat, so dumm das klingen mag, einen SEO-Charakter. Kommentiert hier jemand aggresiv, dann hast Du als Blogautor die Möglichkeit das zu löschen. Oftmals „zerlegt“ ein anderer Blogger über einen eigenen Beitrag Deinen Blog und dann hast Du keine „Lösch-Option“.

    Durch solche Verlinkungen erhält der Angreifer dann z.T. ordentlich Traffic – nämlich genau das was er bezwecken will. Zuletzt so geschehen mit dem Magdeblog und Wirbelwebber. Der Magdeblog räumte sogar selbst ein, Traffic erzielen zu wollen.

    Dieses Vorgehen ist dann wirklich krank.

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