Arcor soll Google sperren

05.12.2007Medien, Meinungen

Eine weitere Runde des Seitensperren durch Arcor? Beim Landgericht Frankfurt wurde wieder, durch einen Betreiber von Erotik- und Sex-Seiten, ein Eilantrag gestellt, dass Arcor einen Seitenbetreiber sperren soll. Diesmal trifft es Google, laut heise und golem. Der Vorwurf: Google verbreitet pornografische Inhalte ohne Alterscheck.

Wenn nicht schon wieder der Jugendschutz als Deckmantel herhalten müsste, könnte ich darüber schmunzeln. Auch wäre es interessant, wie die unterschiedlichen Medien reagieren würden, wenn Google ausgesperrt wäre 😉

Mal im Ernst: Können die Sex-Seiten-Betreiber ihre Probleme nicht untereinander austragen? Sagt mir doch nicht, dass ihr was gegen die Jugend habt, denn es sind doch eure späteren Kunden, oder? Sowas nennt man Kundenbindung, nicht wahr? Sowas funktioniert doch am besten mit pubertierenden Menschen oder habe ich was verpasst?



Musik ab: Die Fantastischen Vier “Ichisichisichisich”

21.11.2007Medien

Leider bei Youtube und Co gelöscht



Mehr als 13.000 Bürger unterstützen Klage gegen die Vorratsdatenspeicherung

17.11.2007Medien

Das Interesse an der geplanten “Massenbeschwerde” in Karlsruhe gegen die vom Bundestag vor einer Woche beschlossene Vorratsspeicherung von Telefon- und Internetdaten wächst rasant weiter. Bereits mehr als 13.000 besorgte Bürger wollen inzwischen die verdachtsunabhängige Aufzeichnung der elektronischen Nutzerspuren vor dem Bundesverfassungsgericht kippen. Dies berichtete der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung am heutigen Freitag unter Verweis auf eine entsprechend hohe Zahl an Vollmachten, die bei der Kanzlei Starostik in Berlin eingegangen seien. Der Rechtsanwalt Meinhard Starostik will die Kläger gemeinsam in Karlsruhe vertreten. Seinen Angaben nach hat sich die Zahl der Beschwerdeführer seit der Verabschiedung des entsprechenden Gesetzes zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung fast verdoppelt.
Quelle: heise.de

Meine Bedenken dabei, könnt ihr mit einem Scheitern der Klage leben?
Naja, wenn die Vorratsdatenspeicherung wirklich in das Rechtssystem passt, dann müssen wir Bürger mit dem neuem Gesetz leben.
Dazu käme auch die Frage, wann würde das Bundesverfassungsgericht darüber entscheiden? Dieses Jahr wahrscheinlich nicht mehr, also tritt das Gesetzt – solange unser Bundespräsident direkt unterschreibt – zum 01.01.2008 in Kraft – damit wäre das Gesetzt erst einmal nicht verhindert, wenn ich mich nicht irre?



Blogger über Vorratsdatenspeicherung und Autoren-Streik

14.11.2007Medien

Wenn es Themen gibt, welche die Blogger-Ggemeinde bewegt, sind dies der Autoren-Steik in der amerikanischen Kino- und Fernseh-Branche und bei uns die Vorratsdatenspeicherung, die ab nächstes Jahr über uns allen Telekommunikations-Nutzer rollt, ob wir es wollen oder nicht.

Interessant: Beide Themen bewegen uns Blogger so sehr, dass wir Trauerflor tragen und unsere Seiten mehr oder weniger schwärzen um mitzustreiken und zu protestieren.

Die Autoren der amerikanischen Film und TV-Branche kann ich nur unterstützen, denn ohne die tollen Ideen und Inspirationen wären viele erfolgreiche Produktionen nicht möglich. Viele Autoren werden mit einem Armenbrot abgespeist und das war es und keiner weiß, wem er die tolle Fernsehproduktion zu verdanken hat, die man gerne sich ansieht. Meistens, wissen wir gerade, wer die Schauspieler sind – i.d.R. die Hauptdarsteller – und vielleicht noch, wer der Produzent ist. Dann hört unser Background bzw. Wissen über die Macher einer tollen Produktion schon auf! Oder kennt einer die Autoren von Bosten Legal? Lost? CSI & Co? Auch in unseren Breitengraden kennen wir nicht die Autoren unserer Fernsehsendungen und Kino-Produktionen und es interessiert uns auch nicht!?!

Die amerikanischen Autoren lassen sich nicht weiter mit geringen Tantiemen abspeisen und Streiken für bessere Bezahlung und Beteiligungen an den Verwertungsrechten ihrer geschriebenen Werke. Einige bekannte US-TV-Blogger haben sich solidarisch gezeigt und dies mit Beiträge in ihre Blogs kund getan. Example by Give Me My Remote

Vorratsdatenspeicherung

Die Vorratsdatenspeicherung ist ein Thema, wo man eigentlich nicht weiß, wo man anfangen soll, da es so umfassend und anscheinend gegen den Willen der Bürger im Bundestag verabschiedet wurde. Es gibt so viele Beitrage und Artikel im Internet, dass man den Überblick schnell verlieren kann. In der deutschen Blogoshäre war die Vorratsdatenspeicherung schon seit Monaten ein Thema, was mehr oder weniger beachtet wurde, von der Öffentlichkeit. Es gab sogar Kundgebungen gegen die Verabschiedung, in vielen Städten (Beispiel Dresden) von Deutschland. Genutzt hat es wenig, so bleibt die letzte Hoffnung das Bundesverfassungsgericht. Der eigentlich Skandal an der Verabschiedung, ist die Tatsache, dass einige Bundestagsabgeordnete für die Verabschiedung gestimmt haben (Stichwort Fraktionsdisziplin), wobei sie innerlich gegen die Gesetzesvorlage waren. Viele Bundesbürger und darunter ein großer Teil von Bloggern, haben sich zusammengeschlossen, um gegen die beschlossene Vorratsdatenspeicherung zu klagen. Der jetzige Status des Zusammenschlusses für die Klage ist interessant, da schon über 7000 Bürger die Unterschrift geleistet haben, um die Klage vor deM Bundesverfassungsgericht zu unterstützen. Damit würde jetzt schon – deutsche Rechtsgeschichte geschrieben, wenn die Klage zugelassen wird!

Mein persönlicher Kommentar dazu: Was verlangt man von Politikern und Rechts-Verdreher, die keine Ahnung von Kommunikation – geschweige vom Internet – haben und dafür Gesetzte machen wollen bzw. einbilden! Meine Frage ist immer noch nicht beantwortet: Wo bitte ist die Terrorgefahr in Deutschland? Gab es Anschläge? Ich kenne nur die RAF und einige Trittbrettfahrer!



Die Sueddeutsche Zeitung vs. Blogs und Web 2.0

23.10.2007Medien, Meinungen

Die Süddeutsche Zeitung ist mit Abstand die bekannteste Tageszeitung im deutschsprachigen Raum. Für Millionen an Lesern gehört sie zum Frühstück wie Brot und Marmelade. Die gesellschaftliche Stellung und die daraus folgenden Medienmacht ist exorbitant. Die Autoren gehören zu den ausgewähltesten, die es wahrscheinlich gibt. Ich nenne die Süddeutsche auch “Beste Gegenstück” zur dämlichen Bildzeitung.

Das nicht alle Autoren und Schreiber Ahnung haben, worüber sie schreiben, kommt vor und jeder schreibt mal ein Thema daneben. Leider sind Blogs und das Web 2.0 der Süddeutschen ein Dorn im Auge oder das Resultat, dass man Neuerungen verschlafen hat. Fakt bleibt, dass die Süddeutsche auf die deutsche Blogoshäre und die Web 2.0-Branche einschlägt, als wären wir die kommende Genration brauner Gesinnung, mit Menschenverachtungen Gedankengut. Vielleicht ein harter Vergleich, aber wer austeilt, muss auch einstecken können.

Fakt ist auch: Die deutsche Blogoshäre ist keine Amerikanische und deswegen ist die Amerikanische nicht einfach auf die Deutsche übertragbar. Kritiken die die Süddeutsche anbringt, sind zum Teil zwar okay und wahr, aber Kritiken hineinzuinterpretieren spricht nicht vom fachmäßigen Journalismus. Ich könnte jetzt weiter in die Tiefe gehen und meine Kritiken äußern, aber wenn es Blogger-Kollegen [wissenswerkstatt.net] schon gemacht haben und ich es nicht besser kann, dann habe ich kein Problem darauf zu verweißen – denn soviel sach- und fachmäßigen Hintergrund besitze ich zu diesem aktuellen Thema nicht und stehe dazu!



Kolumne: Kerner vs. Herman

13.10.2007Medien, Meinungen

Für die nächste Sendung Neues aus der Anstalt mache ich mir keine Sorgen. Urban Priol kann die Anstall von vorne bist hinten kritisieren, dass sie einen Moderatoren beschäftigen, der von nix Ahnung hat, außer: “Danke für das Gespräch”.

Kerner ist weder Journalist, noch ein Moderator, sondern ein knallharter Geschäftsmann, der eines scheinbar aus seinem abgebrochenem Studium der Betriebswirtschaftslehre gelernt hat: Wie schaffe ich es, die meiste Aufmerksamkeit für meine Person zu bekommen, egal was es kostet.

Egal was im Vorfeld rund um Herman geschehen ist, die Sendung war eine einzige Katastrophe für die deutsche Fernsehlandschaft. Nicht, dass ein weiterer Skandal für Aufregung in den Medien sorgt, sondern dass viele Zuschauer sehen konnten, wie ein angeblicher Journalist und Moderator seine Kinderstube verliert und nicht merk, dass er aufzuhören hat, wenn er nicht die gewünschte Antwort von seinem Gegenüber bekommt.

Er und seine Redaktion sollte sich beim nächsten Mal vorher juristisch beraten lassen, bevor sie einen Gast einladen, der vielleicht kritisch werden könnte. Eins fällt bei Kerner auf, die juristischen Grundvorlesungen seines abgebrochenen Studiums, hat er nicht gelesen oder gehört, sonst wäre ihm sicher bewusst gewesen, dass Herman nie auf seine Fragen, wegen ihrem Kommentar auf der Buchpressekonferenz, geantwortet hätte. Herman lässt die fristlose Kündigung ihrer Person durch den NDR juristisch prüfen. Dadurch hätte sie nie auf Kerners Fragen geantwortet, da ein schwebendes Verfahren gegen den NDR im Raum steht und die Kündigungsbegründung die Buchpressekonferenz ist, wo sich Herman gegebenfalls unsauber geäußert hat.

Kerner hat – nach eigener Aussage – Herman einige Brücken gebaut, dass sie doch Stellung beziehen könne zu ihren umstrittenen Äußerungen, aber die einzige logische Brücke gab Herman dem Moderator Kerner: Sie erwähnte ihr schwebendes Verfahren gegen den NDR. Diese Brücke hätte Kerner nehmen müssen, um einen weiteren Skandal in der Fernsehlandschaft zu verhindern. Diese nahm er nicht und schloss Herman aus der Sendung aus. Dieser Skandal liegt noch bei Herman, aber langfristig kann dieser Skandal negativ auf Kerner und das ZDF zurückschlagen. Dann, wenn Herman gegen den NDR vor dem Arbeitsgericht gewinnt.

Zum Abschluss bleiben mir nur Harald Schmidts Worte übrig: “Ich verstehe nicht, dass der Intendant des ZDF nicht an sich runterkotzt, wenn er das sieht.”



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