Abmahnung wegen Debian Linux Download mit BitTorrent

Linux / Ubuntu, Meinungen, Open SourceKommentieren

Die Abmahnungswelle kennt kein Ende! Jetzt hat es einen Betroffenen erwischt, der sich über BitTorrent einen Download von Debian besorgt hat. Das besondere in diesem Fall ist, dass Debian ein Linux ist, somit auch Open Source und sogar frei kopiert werden darf – das schon seit ewigen Zeiten!

Im Forum lima-city.de beschreibt ein User aus den Niederlanden, dass er von einer deutschen Kanzlei ein Schreiben bekommen hat, wonach dieser eine Summe von rund 700 Euro an die Kanzlei zu entrichten hat.

Abmahnungen wegen dem deutschen Urheberrecht sind keine Seltenheit und auch in vielen Fällen berechtigt. In diesem Falle aber, ist die Herkunft des Download über die offizielle Internetseite von Debian gestartet worden und auch schon immer, wurde Linux über BitTorrent geladen und getauscht. Auch heute noch, gibt es viele Linux-Distributionen, die es nur über den Download über BitTorrent gibt. Ein Beispiel ist CrunchBang.

Seit 1999, und noch früher, steht Debian unter Open Publication License, was somit dem Charakter von Open Source unterstreicht. Debin darf man, wie viele andere Linux-Distributionen (OpenSuse, Ubuntu, usw.), frei benutzen, kopieren, tauchen, weitergeben, umschreiben oder eignen Bedürfnisse anpassen. Außer…, für die Lizenz Geld nehmen, im Unterschied zum Service.

Aktuelle Neuerung ist, als ich meinen Beitrag formulierte, dass die Kanzlei von der Abmahnung nichts weiß. Der betroffene User soll nun eine Anzeige gegen Unbekannt gestellt haben. Die endgültige Auflösung dieses Falles, wird eine interessante Sachlage sein. Ich kann mir denken, dass der Abmahner nicht nur den einen User im Visier hatte!

Update: Jetzt ist herausgekommen, dass die Abmahnung ein Fake ist. Bei den Kollegen von Gulli ist darüber mehr zu erfahren.

P.S.: Finde die Sache überhaupt nicht lustig – vielleicht noch zum ersten April! Dem Schreiber gehört der Popo versohlt!!!

via Linux und Ich, Carsten, Nicht Spurlos, und viele Andere

 


Kommentare:

  1. Thomas sagt:

    Da bin ich einer Ente aufgesessen – auch nicht schlecht. Aber ich war damit in guter Gesellschaft, das beruhigt mich wieder.

    Als einen Aprilscherz kann man es nicht durchgehen lassen angesichts des heutigen Datums. Für ganz unmöglich habe ich es nicht gehalten, wenn man so manchen Fall betrachtet. Von daher gut getarnter Fake.

    Mit solchen Dingen ist es allerdings schon so ne Sache Witze zu machen. Die Geschmäcker sind eben verschieden. Danke für die Aufklärung :-) .

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