René Obermann ist neuer Telekom-Chef

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Nach dem (Zwangs-)Rücktritt von Kai-Uwe Ricke als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom hat der Telekom-Aufsichtsrat am Montag den bisherigen T-Mobile-Chef René Obermann mit sofortiger Wirkung zum neuen Vorsitzenden des Vorstandes der Deutschen Telekom AG bestellt.

Für Obermann hätten Kundenorientierung und Service hohe Priorität, begründete er die Entscheidung des Aufsichtsrates für Obermann. Er besitzt mehr als 20 Jahre Erfahrungrn in der Branche. Seit November 2002 ist René Obermann bei der Telekom als Vorstand für T-Mobile verantwortlich und seit Dezember 2002 gleichzeitig Vorstandsvorsitzender von T-Mobile International. Dort war er zuvor seit Juni 2001 Vorstand European Operations and Group Synergies. Von April 2000 bis März 2002 war Obermann Vorsitzender der Geschäftsführung von T-Mobile, davor von April 1998 bis März 2000 Geschäftsführer Vertrieb von T-Mobile Deutschland.

Nach einer kaufmännischen Ausbildung zum Industriekaufmann bei der BMW AG in München von 1984 bis 1986, gründete René Obermann noch im selben Jahr das Handelsunternehmen ABC Telekom mit Sitz in Münster. Seit 1991 war er Geschäftsführender Gesellschafter der daraus entstandenen Hutchison Mobilfunk GmbH und dort von 1994 bis 1998 Vorsitzender der Geschäftsführung.

Bei seiner Antrittsrede hat Obermann niemanden im Unklaren gelassen über seinen künftigen Kurs bei der Telekom. Er wolle „jeden Cent zwei Mal umdrehen“ – weitere Stellenstreichungen nicht ausgeschlossen. Dies hatte wahrscheinlich zum Rücktritt von Ricke geführt, da er weitere Stellenstreichungen für die nächsten Jahre verneinte.

Ebenso schraubte Obermann die Erwartungen an die kurz- und mittelfristige Geschäftsentwicklung des Konzerns zurück, da die Rahmenbedingungen der Telekom auch in Zukunft schwierig sind. Auch ist der Kostendruck immens, der technologische Wandel ist rasant, und die Regulierung verfolgt auch weiterhin das Ziel, dass die Deutsche Telekom zu Gunsten der Wettbewerber Marktanteile abgeben wird.

Obermann hat einen Vertrag für die nächsten fünf Jahre erhalten. Der Vorstandswechsel geschah laut Angaben aus Konzernkreisen auf Druck der Bundesregierung und des Finanzinvestors Blackstone, der 4,5 Prozent des Bonner Konzern kontrolliert. Es soll auch einen Streit zwischen Ricke und Zumwinkel gegeben haben. Auch weitere Vorstände bei der Deutschen Telekom werden ihren Hut nehmen dürfen und ihre Posten verlieren. Welche, dass ist noch offen.

Bezug / Quellen: golem.de und ftd.de

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