Kolumne: Warum ich mir die re:publica erspare

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Kolumne: Warum ich mir die re:publica erspare„Martin, was machst du denn hier? Müsstest du nicht auf der re:publica sein?“ Diese Frage bekam ich heute und gestern von Freunden gestellt, die mich real kennen. „Nein, warum sollte ich Deppen hinterher laufen!“, kam dann als Antwort von mir.

Als Deppen bezeichne ich den Kreis der Leute, die meinen „Die Blogger“ zu sein, die uns Menschen im Internet repräsentieren. Ein Blogger sein, ist so vielschichtig und vielartig, wie wir Menschen auch im realen Leben sind. Deswegen kann es nicht „Die Blogger“ geben und schon überhaupt nicht „Die Menschen“.

Blogger sein, ist nach meiner Ansicht, Spaß an etwas zu haben, was andere für Sinnlos und Zeitverschwendung halten, wenn ich jetzt einige meiner Kollegen in Firma und Umfeld zitieren darf.

Mir macht es Spaß, ganz einfach! Einfach über IT und Internet-Themen zu schreiben, wie mir der Schnabel gewachsen ist.
Okay, es gibt Blogger und kommerzielle Internetseiten und -Foren, die das viel besser können, als ich! Aber…, das ist auch nicht der Sinn der Sache, dass ich mich auf dem Marktplatz auf einen Hocker stelle, und den Leuten meine Weisheit präsentiere, die ich vielleicht überhaupt nicht besitze. Also, Spaß macht es mir, sonst nix 😉

Wenn ich nun die Deppen in Berlin sehe, höre und lese – dann kann ich nur leise lächeln und sagen „Hey, ich bin auch Blogger und das seit über acht Jahre!“ Deswegen habe ich noch lange nicht das Recht, über mich zu behaupten, dass ich „Die Blogger“ darstelle, wie sich einige Deppen auf der re:publica präsentieren, und auch leider die Medien so gerne übernehmen!

Wahrscheinlich, sind „Die Blogger“ die Menschen, die ihre Blogs kommerziell ausschlachten, mit 10 Banner pro Seite oder einfach die, die sich vielleicht von Springer und Co kaufen lassen. Oder Typen, die mit roten Hahnenkamm durch die Gegend laufen, und dumme Interviews geben. Kann ich es beweisen, habe ich die Weisheit darüber? Nein, also könnte dieser Absatz auch völliger Quatsch sein 😉

Ach ja, da gibt es jetzt die Digitale Gesellschaft. TOLL…, darauf hat jetzt Deutschland echt gewartet. Persönlich finde ich die Idee „Warum nicht“, etwas von CCC für Arme wird es sicherlich nicht sein! Nur, warum gerade Herr Beckedahl und die anderen Mitstreiter, die repräsentative Spitze der Digitale Gesellschaft sein sollen, bei ihren politischen Hintergründen und Werdegänge, ist mir eine unbeantwortete Frage!

Zum Schluss noch die Frage, die ich mir schon seit Jahren stelle: „Warum ist die re:publica immer in Berlin?“ Werden Medien, der Journalismus, und wir Blogger im Gesamten, nur in Berlin gemacht?
Jedes Jahr ein Stadtwechsel, wäre mehr repräsentativ, als der Szene-Treff in Berlin. Es ist doch so, wenn sich die Szene immer nur in der gleichen Kneipe trifft, wird Sie nie den Wind von anderen Menschen mitbekommen! Somit ist die Bezeichnung „Die Blogger“ wohl zu erklären 😉

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