Fazit: FritzBox 7270 von AVM im Praxis-Test

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Ich hatte die Möglichkeit, die AVM FRITZ!Box Fon WLAN 7270 drei Monate lang zu testen. Nach dem Einsatz kann ich feststellen, dass es nichts besseres gibt als eine FritzBox 7270, um als Technisch- und Internet-Begeisterter kommunikativ immer auf der Höhe der Zeit zu sein bzw. immer erreichbar per Internet, Telefon und dazwischen.

FritzBox von AVM, plus Zubehoer

AVM ist für seine hochwertigen Produkte mir schon seit den 90zigern bekannt und habe deren Produkte 1000fach verkauft, als ich noch im EDV-Großhandel tätig war. Heute mit der FritzBox-Serie ist AVM Marktführer und das auch zu recht. Kein anderer Hersteller kommt an deren leistungsfähige Produkte heran, wenn es um zukunftweisende Internetkommunikation und dessen Hardware (DSL, Routing, VoisIP, etc) handelt. Die Grundtechniken der FritzBox lassen sich in Speedport (T-Online) und anderen Routern (NetCologne) wiederfinden. Was die Marktführerschaft unterstreicht, meiner Meinung.

Die wichtigsten Funktionen der AVM FritzBox 7270 im Überblick:

  • WLAN N-Router mit 300MBit/s Datenübertragungstechnik
  • Integriertes DSL-Modem
  • Telefonanlage für Internet- und Festnetztelefonie (ISDN und Analog-Anschluss)
  • Integrierter Anrufbeantworter und Faxgerät
  • DECT-Basisstation (GAP-Standard) für bis zu 5 Mobiltelefone
  • ISDN-Leistungsmerkmale auch bei Internettelefonie
  • 4 LAN-Anschlüsse
  • USB 2.0-Anschluss für Drucker oder Speichermedium
  • WLAN-Sicherheit durch WPA und WPA2-Verschlüsselung
  • Kindersicherung / Zeitsteuerung zum Internetzugang
  • VPN mit Fernzugriff durch das Internet
  • WLAN-Verbindungen per „Stick und Surf-Technologie“ mit FritzWLAN USB Stick N (optional)
  • RSS- und eMail-Empfänger in Verbindung mit FritzFon MT-D Mobiltelefongerät (optional)

Der Praxistest über 3 Monate

Neben der FritzBox 7270 konnte ich auch den FritzWLAN USB N-Stick und das FritzFon MT-D Mobiltelefongerät in meinen Praxistest einbeziehen. Die FritzBox ist wie erwartet, für Anfänger und Erfahrene konfigurierbar, durch einen Assistenten oder tiefgreifende Einstellungsmöglichkeinten (sog. Expertenansicht). Alle Konfikurationen und Einstellungen werden durch ein Webinterface gesteuert, was sich mit jedem Internetbroswer öffnen lässt. Das Webinterface ist klar, einfach und fast immer Übersichlich gestalltet. Ein großer Pluspunkt der FritzBox ist die Updatefunktion der Firmware. Damit ist es möglich, seine FritzBox immer auf akuteller Software- und Entwicklungsstand zu halten. Dadruch profitiert man als Käufer, auch nach einigen Jahren von der Weiterentwicklung von AVM. Wer gerne Neuerungen vorab testen möchte, kann durch Fritz Labor von AVM aktuelle Entwicklungen mit seiner FritzBox ausprobieren und sein Feedback AVM zukommen lassen.

Im Bereich des DSL-Zugang mit Modem, Router, Hub (Lan) und WLAN arbeitet die FritzBox erwartungsgemäß sehr zuverlässig und ohne Störung. Das WLAN N ist besonders für höhere DSL-Bandbreiten interessant und die Anschaffung rentiert sich auch, solange alle Geräte den N-Standard unterstützen. Das WLAN von der FritzBox ist selbstverständlich abwärtskompatibil und so lassen sich problemlos ältere WLAN Standards mit der Box ansteuern. Wer nur in seiner Wohnung oder rund ums Haus das WLAN nutzt, sollte sich überlegen, ob er die Sendeleistung des WLAN’s heruntersteuert. Das WLAN-Signal von meiner FritzBox ist noch in 30m Anstand zum eigenem Haus bzw. Wohnung gut erreichbar. Die WLAN-Verschlüsselung WPA2 ist werkseitig als Standard aktiviert.

Die DECT-Basistation ist geeignet für das Mobiltelefongerät FritzFon MT-D von AVM. Die Basistation kann bis zu 5 Mobilgeräte (GAP-Standard) ansteuern und verwalten. Zur Sicherheit wird die Übertragung zwischen MT-D und FritzBox verschlüsselt, damit kein Dritter mithören kann, was bei einigen Low-Cost-DECT-Geräten möglich ist.

In der FritzBox 7270 ist eine Telefonanlage integriert. Somit lassen sich ISDN und Analoge Telefongeräte an die Box anschließen. Alle ISDN-Leistungsmerkmale sind vorhanden, auch bei Nutzung der Internettelefonie (VoIP). Mit der integrierten Telefonanlage und der DECT-Basistation kann auf klassische Telefongeräte verzichtet werden, außer wenn man bei seinem Anrufbeantworter gerne mithören möchte. Dies ist nicht möglich, da ein Lautsprecher oder eine andere Möglichkeit des Mithörens nicht gegeben ist. Auf zusätzliche Faxgeräte kann auch verzichtet werden. Mit der Fritzbox können mehrere integrierte Faxgeräte simuliert werden, sodass alle Merkmale (Senden und Empfangen) vorhanden sind. Der Empfang von Faxen wird auf USB-Speicher gespeichert oder auf eingetragene eMail-Adresse versendet. Letztes ist praktisch, wenn man oft Unterwegs ist.

Die Kommunikation zwischen mehrere Computer über LAN und WLAN ist mit der FritzBox möglich, wenn man die richtigen Einstellungen (hat mich Nerven gekostet) unter Windows vornimmt. Ideal ist der USB-2.0-Anschluss der FritzBox. An diesen können Drucker oder Speichermedien (Stick oder Platte) angeschlossen werden und von allen Computer im LAN und WLAN angesprochen werden. Auch durch den VPN-Zugang von außen.

Die Kindersicherung ist besonders für Eltern interessant, die den Internet-Konsum ihres Nachwuchses eindemmen möchten. Die Funktionen erklärt AVM anhand dieses Videos.

Ein Highlight der FritzBox ist das VPN. VPN steht für Virtual Private Network und dient dazu, Geräte aus einem ursprünglichen Netz heraus an ein benachbartes Netz zu binden, ohne dass die Netzwerke zueinander kompatibel sein müssen. Kurz auf die FritzBox übertragen: Man kann von Außen, durchs Internet, per Fernwartung auf das heimische Netzwerk und dessen Computer, Speichermedien zu zugreifen. Wer sich darunter wenig vorstellen kann, dafür erklärt AVM mit einem Video, was VPN in Verbindung der FritzBox ist.

Als passendes Zubehör für die FritzBox 7270 gibt es das FritzFon MT-D und den FritzWLAN USB Stick N. Das Letzte ist der ideale WLAN N Stick, um per WLAN im Internet zu surfen. Mit der sicheren „Stick und Surf-Funktion“ werden mit dem FritzWLAN USB-Stick sichere WLAN-Verbindungen zwischen Computer und FritzBox, ohne Konfiguration von Sicherheitseinstellungen, verbunden. Der Stick wird in die FritzBox gesteckt, Tasten drücken, warten bis sie Info-Lampe blinkt, herausziehen und in den Computer oder das Notebook stecken. Beim Stecken in der FritzBox werden alle wichtige Daten, wie WPA2-Verschlüsselung, automatisch zwischen Stick und Box abgeglichen. Beim Verwenden am Computer verbindet sich der Stick und die Box per WLAN, wenn der User es möchte.

Mit dem erwähnten DECT-Mobiltelefongerät FritzFon MT-D kann man nicht nur telefonieren, wie die aktuelle Firmware für die FritzBox 7270 aus dem Labor von AVM unter Beweis stellt. Es ist nun möglich, RSS-Feeds und eMails am FritzFon MT-D zu lesen. Für länge eMails sicher etwas umständlich. Anderseits, wenn man auf eine wichtige eMail wartet, muss man nicht am Computer hängen. Leider gibt das MT-D leider kein Signal von sich, wenn eine neue eMail oder Nachricht (RSS-Feed) eingetroffen ist – iM Vergleich zu SMS bei Handys. Hier wäre Weiterentwicklung wünschenswert. In den nächsten Monaten bringt AVM ein weiteres Mobiltelefongerät auf den Markt – FritzFon MT-F.

Da die FritzBox für den Dauerbetrieb ausgelegt ist, besitzt diese Stromsparmaßnahmen. Diesen nennt AVM den „Eco-Mode“, der bei geringer Belastung des System der FritzBox einzelne Bereiche abschalten oder mit Verringerungen der Leistung reagieren kann. Die Leistungsaufnahme der FritzBox 7270 soll zwischen 6 und 16 Watt liegen. Bei hoher Last sollte die FritzBox besser nicht in der Sonne stehen, denn es besteht Überhitzungsgefahr, da es keine Lüftung am Gehäuse für die innere Technik vorhanden ist. Bei meinen Versuchen der Vollast im Schatten (oder kühlen Ort) musste ich ein starke Erwärmung des Gehäuse feststellen. Wenn dann noch die Sonne dazu käme, würde der Technik wahrscheinlich zu warm und die Box mit einem Defekt enden.

Mein Fazit zur FritzBox 7270: Wer viel Kommunikation betreibt, egal ob übers Internet (DSL, VoIP) oder klassisch per Telefon (ISDN / Analog), sollte sich mit dem Gedanken der Anschaffung der FritzBox 7270 befassen. Der Mehrwert in einem Gerät ist vorhanden. Neben einer Endkundengarantie von 5 Jahren, der gute und lange Support (Hilfestellungen und immer neue Firmware), ist die Hardware an Sich – also die FritBox 7270 unschlagbar in ihren Leistungen und Anpassungsmöglichkeiten für Nutzern und besonders für Familien. Mir ist kein Hersteller bekannt, die so viele Anforderungen und Funktionen in einem Gerät bieten. Ein Schulnote müsste klar sein – sehr gut!

Mehr Informationen rund um die FritzBox 7270 gibt es bei AVM.

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Kommentare:

  1. KRiZZi sagt:

    Naja, der Wermutstropfen bei AVM ist wohl der Preis. Dass gegen die Qualität nix einzuwenden ist, war ja klar. 😉

  2. compinews sagt:

    Klasse Bericht! Das hat sich doch für AVM gelohnt, dir Geräte zu leihen 🙂

  3. Android User sagt:

    Dem kann ich nur zustimmen, habe zwar „lediglich“ die FritBox 7170, aber möchte sie nicht mehr missen. Klasse Teil und vor allem wirkliche Updates, von denen man was hat!

  4. Thomas sagt:

    Interessant zu lesen. Mit dem Gedanken mir diese Anlage anzuschaffen spiele ich schon länger. Dieser Bericht bestärkt mich in meiner Meinung, mioch auf das „richtige“ Gerät eingeschossen zu haben. Einzigstes was mich momentan noch abhält ist der Preis.

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