Praktikanten in den Medien – Ausbeutung oder Umweg zum Ziel?

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Praktikanten in den Medien – Ausbeutung oder Umweg zum Ziel?Praktikanten gibt es in jedem Wirtschaftsbereich und fast jede Altersklasse. Angefangen von Schüler bis hin zum Praktikanten von der Arbeitsagentur, wegen einer Umschulung.

Seit 10 Jahren gibt es die „Generation Praktikum“ und ein ehemaliger Bundesminister für Arbeit hatte mal ein Gesetz bzw. eine Regelung versprochen, dass die Ausbeutung von jungen Menschen, meistens von den Hochschulen, eingrenzen sollte.

Als Personaler sind mir die Anfragen von Schüler, Studis und Arbeitssuchende für ein Praktikum nicht unbekannt. Besonders „Ich möchte etwas mit Medien machen“ ist immer wieder eine Begründung. Auch der eine oder andere Blogger denkt über eine Laufbahn als Journalist nach und möchte mit einem Praktikum den Berufseinstieg wagen.

Einen interessanten Bericht, aus dem Bereich Radio, TV und Zeitung, zeigt der NDR in ihrem Medienmagazin ZAPP. Mit dem Titel „Der Lohn der Medienpraktikanten“ berichtet ZAPP über den sehr schweren Weg und das Leben von Praktikanten bei bekannten Redaktionen von Medien- und Presse-Unternehmen.

P.S.: Viele wissen nicht, die Berufsbezeichnung Journalist ist rechtlich nicht geschützt und darf auch ohne entsprechende Ausbildung geführt werden.

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Kommentare:

  1. Sven sagt:

    Ich würde mich nur noch auf Praktika einlassen, wenn diese zwingend notwendig wären, um zum Beispiel eine Ausbildung erfolgreich abschließen zu können. Praktika von denen ich persönlich nichts habe, weil sie mich nur Zeit und Kraft kosten, mir aber weder Geld noch einen großen Sprung in der beruflichen Entwicklung bringen, bringen nur den Praktikumsbetrieb etwas und wieso sollte man denen etwas schenken?

    Das mit den Journalisten wusste ich, aber ehrlich, warum sollte ich mich so nennen? Es bringt mir keine Vorteile, wenn ich nicht ordentlich Schreiben kann.

  2. Didi sagt:

    Als ehemaliger Personalchef kann ich zumindest in heutiger Zeit von Praktikums nur abraten. Mir ist wenigstens ein Unternehmen bekannt, dessen Geschäftsführer von vorneherein vorhatte, Praktikanten nur als „Sklaven“ zu beschäftigen. Eine wirkliche Chance hatten sie nie. Leider musste ich dieses zweifelhafte Geschäftsgebahren den jungen Leute gegenüber aus Loyalität zum Unternehmen wider meinem Willen vertreten, was mir mehr als schwerfiel.

    Man kann natürlich auch Glück haben und an seriöse Unternehmen geraten.

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