Google+ zu Grabe getragen, Danke Google

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Google PlusLange angekündigt und morgen ist es Zeit, um endgültig Abschied zu nehmen.

Offiziell schließt Google sein Konkurrenz-Produkt zu Facebook für private Anwender und hinterlässt Trümmer der eigenen Unternehmens-Strategie. Googles Wut und Abneigung gegen andere Netzwerke und vor allem gegen Blogger bleibt. Ein Kommentar.

Google hat den sozialen Netzwerken, Communitys und Blogs lange im Netz zugeschaut, bis Google sein eigenes soziales Netzwerk ins Netz stellte, um Facebook und Co, von meinem Standpunkt – vor allem den Bloggern, den Kampf anzusagen und auch in diesem Bereich vom Internet die Marktherrschaft zu übernehmen. Google-Plus war gut, keine Frage und in vielen Belangen auch besser als Facebook – weil es keine Massen an Werbung im “Netzwerk” gab, wie wir es von Facebook kennen.

Der Weg zu Google-Plus war interessant. Hatte Google viele Jahren uns Blogger im Netz zugesehen, wie wir uns austauschten, Links setzten und uns durch Qualität im Content an die Spitzen von Diskussionen und auch Suchrankings setzten, begann Google im Vorfeld von Google-Plus den “Sauber-Mann” im Netz zu spielen und “bestrafte” Blogger, Betreiber von Communitys, Bookmark-Dienste und Nachrichten-Seiten für unsere Verlinkungen.

Besonders, uns Bloggern war der “Wert” von Links wichtig. Es zeigte uns die Relevanz von Themen, die rund 99-Prozent der Blogger in ihrer Freizeit aufgriffen und, ohne kommerziellen Hintergedanken, ins Netz stellten. Das gefiel Google nur so lange, bis Facebook aufzeigte, wie man mit eigener bzw. fremder Meinung – Geld verdienen kann, wenn man ein ganzes Netzwerk inklusive Plattform für Diskussionen und Austausch ins Internet stellt.

Im Vorlauf von Google-Plus, musste die erste, unabhängige Konkurrenz erstmal aus dem Internet verdrängt werden, wenn man Facebook nicht besiegen konnte – dies stand schon im Vorhinein vorm Start von Google-Plus fest. Innerhalb kürzester Zeit gab es gegen Blogger und Communitys “Strafaktionen” gegen gutes Verlinken – quer durch das Internet. Besonderes Augenmerk setzte Google gegen Blogger an, die sich stark untereinander Verlinkte – was die Natur von Blogs entsprach, in Kommentaren und Blogrollen.

Dann kam Google-Plus online. Viele Blogger waren User “Erster Stunde”, weil Google seine Dienste quasi automatisch mit einem Googe-Plus-Konto verknüpfte. Somit mussten sich viele Nutzer andere Google-Dienste mit dem neuen Dienst anfreunden. Neben Facebook waren viele “Nerds” plötzlich auch bei Google-Plus. Viele Nerds sahen Google-Plus als das bessere Facebook an, weil Nerds auch gerne unter “sich” sind.

Die Zeit brachte es mit, dass zwar Nerds, zum großen Teil, Google-plus treu blieben, aber der große Teil von 99-Prozent der Internet-User dem Google-Dienst nicht beitraten und lieber bei Facebook blieben, oder einfach andere Dienste wie Twitter, Instagram, und Co. für sich entdeckten.

Das Ende der Geschichte von Google-plus kommt nun morgen, eine Beerdigung bei Google und die kommt nicht überraschend – wenn man sich die Nerds vom Internet im Vorhinein als “Feind” aufbaut, dann haben diese keine Lust am Verlinken!



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